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10 Fakten zum Schlittenhundesport

In Skandinavien ist der Schlittenhundesport weit verbreitet. Doch auch in Deutschland finden sich dafür immer mehr begeisterte Fans. Was es mit dieser Sportart auf sich hat und woher sie kommt, erklären unsere 10 Fakten zum Schlittenhundesport.
13. Februar 2019
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Die ersten Menschen, die Hunde als Zugtiere für Schlitten einsetzten, waren die indigenen Völker im nördlichen Sibirien. Das ist über 2000 Jahre her. Somit sind Schlittenhunde die ältesten Hunderassen, die in einer Beziehung mit Menschen leben.

Es gibt einen Hundeäquator. Er befindet sich in Grönland und dient als Grenze zwischen Gebieten der Insel, in denen nur Schlittenhunderassen gehalten werden dürfen und Gebieten, in denen ausschließlich Haushunde gehalten werden dürfen. Die Inuit wollten damit verhindern, dass sich die nördlichen Rassen nicht mit den weniger robusten südlicheren Populationen mischen.

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Als Schlittenhunde gelten vier Rassen: der Siberian Husky, der Alaskan Malamute, der Grönlandhund und der Samojede. Im Fokus der Zucht steht nicht das Aussehen der Hunde, sondern über ihre Leistung, ihre Ausdauer, Gesundheit und ihr freundliches Wesen.

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Ein Team von Schlittenhunden mit ihrem Musher.

Foto von Steve Jurvetson

Siberian Huskies gelten als so sanftmütig, dass die Tschuktschen – ein indigenes Volk Russlands – ihre Kinder von ihnen beaufsichtigen ließen.

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Das Wort „Husky“ stammt von der Bezeichnung „Esky“ ab. „Esky“ ist ein abwertendes Wort für Eskimos und bezog sich auf alle Hunde, die ein dichtes Fell sowie stehende Ohren hatten und gut Schlitten ziehen konnten.

Leider etwas grausam – aber alte Hunde oder Hunde, die nicht mehr gut die Schlitten ziehen konnten, wurden bei den indigenen Völkern einfach nicht mehr gefüttert oder als Nahrung genutzt. Man konnte sich den Luxus schlichtweg nicht leisten, einen Hund zu haben, der nicht zum Schlittenziehen geeignet war.

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Schlittenhund Balto mit seinem Besitzer Gunnar Kaasen.

Foto: US Federal Gonvernment / National Institutes of Health

Der heute bekannteste Schlittenhund ist Balto. Der Leithund führte sein Team im Winter 1925 durch den entlegenen Nordwesten Alaskas. In Nome war eine Diphterieepidemie ausgebrochen, doch die Stadt war vom Meer umgeben und dieses war zugefroren. Nur Hundeschlitten konnten die nötigen Medikamente in das Dorf bringen. Der 1085 km lange Staffellauf dauerte fünfeinhalb Tage und ging als “Serum Run to Nome” oder “Great Race of Mery” in die Geschichte ein. Balto – der mit seinem Team die letzte Etappe des Staffellaufes zurück legte – wurde mit einer Statue im New Yorker Central Park geehrt.

Das Iditarod ist das längste Hundeschlittenrennen der Welt. Die Strecke ist mehr als 1850 km lang und führt durch Alaska. Auf sich allein gestellt, müssen die Musher – diejenigen, die das Hundeschlittengespann lenken – 8 bis 15 Tage den eisigen Temperaturen trotzen und ihr Team von Anchorage nach Nome bringen. Dass sich das Ziel in Nome befindet, soll an das Great Race of Mery von 1925 erinnern. PETA kritisiert das Rennen und plädiert: „Hunde sind Familienmitglieder und gehören zu ihrer Familie ins Haus.“

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Der Streckenrekord für das Iditarod Rennen liegt bei acht Tagen, drei Stunden, 40 Minuten und 13 Sekunden und wurde von Mitch Seavey aufgestellt. Von 2012 bis 2017 gewann jedes Rennen entweder Mitch oder sein Sohn Dallas.

Das längste Schlittenhunderennen in Mitteleuropa ist die Trans Thüringia. Die Strecke ist ca. 280 km lang und muss in sieben Etappen bewältigt werden. An dem Rennen entlang des Rennsteiges nehmen sowohl Teams aus Deutschland aus auch aus dem europäischen Ausland teil.

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