Bilderstrecke: Green Copenhagen

Kopenhagen, Dänemark. Die skandinavische Metropole ist für ihre hohe Lebensqualität und glücklichen Einwohner bekannt. Zu verdanken hat Kopenhagen diesen Ruf vor allem den vielen Bemühungen der Stadt, umweltbewusst und nachhaltig zu leben.
Zum Durchatmen liegt nicht weit von der Großstadt entfernt die Küstenwiese Vestamager. Umgeben von Grün soweit das Auge reicht, leben hier 1200 Kühe, Hirsche und Pferde, um eine Ausbreitung des Waldes zu verhindern. Die Flächen werden weder gedüngt noch bepflanzt und sind außerdem Lebensraum von Insekten, Kröten, Fröschen, Salamandern und Watvögel. Das Watvogel-Reservat kann von Türmen aus beobachtet werden, der Rest des Gebietes ist für Besucher gesperrt. 📷  Thomas Høyrup Christensen, Copenhagen Media Center

Bilderstrecke: Green Copenhagen

Kopenhagen, Dänemark. Die skandinavische Metropole ist für ihre hohe Lebensqualität und glücklichen Einwohner bekannt. Zu verdanken hat Kopenhagen diesen Ruf vor allem den vielen Bemühungen der Stadt, umweltbewusst und nachhaltig zu leben.

KLIMANEUTRAL

Kopenhagen hat das Ziel, bis 2025 die weltweit erste klimaneutrale Hauptstadt zu werden. Unterstützt wird das Vorhaben durch den 2009 vom Stadtrat verabschiedeten Klimaplan „CPH 2025“. Der aktuelle CO2-Verbrauch von 2,5 Mio. Tonnen soll damit auf weniger als 1,2 Mio. Tonnen gesenkt werden. Ein erstes Ziel war, die CO2-Emissionen bis 2015 um 20 Prozent zu reduzieren, was die Stadt schon 2011 erreichte. Laut der dänischen Non-Profit-Organisation State of Green konnte Kopenhagen seine CO2-Emissionen gegenüber 1995 bereits um 50 Prozent reduzieren.

Foto von Martin Heiberg, Copenhagen Media Center

GRÜNE HAUPTSTADT

2014 ernannte die Europäische Kommission Kopenhagen zur Umwelthauptstadt Europas. Die „Grüne Hauptstadt“ wurde für ihre ehrgeizigen Umweltziele und Bemühungen um die Lebensqualität ihrer Bürger geehrt. Der erste European Green Capital Award ging 2010 ebenfalls an eine skandinavische Metropole: Stockholm als erste Umwelthauptstadt galt damit einige Jahre später als Vorbild für Kopenhagen.

Foto von Ty Stange, Copenhagen Media Center

BIKE CITY

Der Internationale Radsportverband UCI hat Kopenhagen von 2008 bis 2011 zur ersten offiziellen „Bike City“ der Welt ernannt. Einst ein weit verbreitetes Symbol für Gleichheit und Freiheit, wurde das Fahrradfahren in den 1920er und 1930er Jahren immer beliebter. In den 1970er Jahren wurden erstmals „autofreie Sonntage“ in Kopenhagen eingeführt und es gab Proteste, Autos in der gesamten Stadt zu verbieten.

Foto von Ty Stange, Copenhagen Media Center

BIKE CITY

Wind und Wetter halten heute die wenigsten Einwohner davon ab, ihr geliebtes Fahrrad zu nutzen: Laut Visit Copenhagen radeln 75 Prozent aller Kopenhagener das ganze Jahr über. 50 Prozent der in Kopenhagener Pendler nehmen täglich ihr Fahrrad für den Weg zur Arbeit oder zur Schule. Und neun von zehn Dänen besitzen ein Fahrrad – und fahren somit durchschnittlich 1,6 km pro Tag.

Foto von Max Adulyanukosol

FAHRRADBOTSCHAFT

Kopenhagen besitzt eine eigene Botschaft für Fahrradfahrer. Die kommunale Regierung setzt sich für eine radfreundliche Gestaltung der Stadt ein und veranstaltet Radtouren mit Informationen zu Fahrradkultur und Infrastruktur der Stadt. Green Bike Tours bietet ebenfalls grüne Radtouren samt Fakten zu Initiativen, umweltfreundlicher Stadtentwicklung und nachhaltigen Architektur an. Der dänische Architekt und Stadtplaner Jan Gehl ist dafür bekannt, anderen Städten auf der Welt beizubringen, wie man eine Fahrradkultur plant. Diese hat sogar einen eigenen Begriff: „Kopenhagenisierung“.

Foto von Max Adulyanukosol

RADVERBUNDEN

In Kopenhagen kommen mehr als fünf Fahrräder auf jedes Auto. Nur 29 Prozent der Haushalte in Kopenhagen besitzen noch ein Auto. Dafür gibt es stadtweit 390 Kilometer Radwege. Nach Angaben des dänischen Außenministeriums wird weiterhin daran gearbeitet, die sogenannten „Cycle Superhighways“ in der Region auszubauen. Diese sollen ein Netzwerk aus Radwegen bilden, das die Stadt mit ihren Vororten verbindet. 23 Kommunen beteiligen sich am Projekt, um sichere und direkte Routen für Radfahrer zu schaffen. Der erste Cycle Superhighway wurde 2012 eröffnet.

Foto von Ty Stange, Copenhagen Media Center

TAXI: RADFREUNDLICH

Wenn es doch einmal schneller gehen muss, können Kopenhagener ihr Fahrrad kostenfrei in S-Zügen mitnehmen. Alle Taxis in Kopenhagen verfügen außerdem über Abstellplätze für zwei Fahrräder. Mehr als 25 Prozent aller Familien mit zwei Kindern in Kopenhagen besitzen ein Cargo-Bike oder einen Fahrradanhänger, schätzt Visit Copenhagen.

Foto von Copenhagen Media Center

CPH 2025

Um öffentliche Verkehrsmittel gegenüber Autos zu fördern, werden die Kopenhagener Busse nach dem Auslaufen der derzeitigen Verträge 2019 von Diesel auf Elektroantrieb umsteigen, so Visit Copenhagen. Ziel ist es im Rahmen des „CPH 2025“-Projektes, dass auch die öffentlichen Busse bis 2025 klimaneutral sind. Schon jetzt sind in der ganzen Stadt Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu finden, um den Übergang zur grünen Mobilität zu unterstützen.

Foto von Josefin Hemker

HOTEL? ÖKO!

Über 70 Prozent aller Hotelzimmer der Stadt verfügen über eine offizielle Öko-Zertifizierung. Die Brøchner Hotel Group und Arthur Hotels betreiben mit ihren sechs Häusern die weltweit erste CO2-neutrale Hotelkette. Der Nordische Rat verlieh dem Unternehmen dafür 2011 den Natur- und Umweltpreis. Die klimaneutralen Crowne Plaza Copenhagen Towers (abgebildet) seien mit ihren 366 Zimmern das nachhaltigste Hotel Skandinaviens, so das Kongresszentrum Bella Center Copenhagen. Das Hotel nutzt Hightech-Solarmodule, produziert mit seinen Küchenabfällen Biogas und besitzt Dänemarks erstes grundwasserbasiertes Heiz- und Kühlsystem, mit dem Grundwasser durch einen Wärmetauscher erhitzt und gespeichert wird, um es im Winter zu verwenden.

Foto von Thomas Rockall Muus, Copenhagen Media Center

BIOVIERTEL

Bio-Lebensmittel machen 24 Prozent des gesamten Verkaufs in Kopenhagen aus. 88 Prozent des Nahrungsmittelverbrauchs in den öffentlichen Einrichtungen Kopenhagens seien organisch, heißt es auf der offiziellen Gemeindewebseite der Stadt. Wer organisches Essen in der Stadt sucht, wird schnell fündig: 2007 eröffnete das „BioM“ als Kopenhagens erstes Bio-Restaurant und setzt in allen Dingen auf Nachhaltigkeit, von den Gerichten bis zur Einrichtung und der Kleidung.

Foto von Martin Heiberg, Copenhagen Media Center

BADEHAFEN

In Dänemark ist man nie weiter als eine Stunde von der Küste entfernt. Für den Badespaß im Sommer müssen die Kopenhagener aber nicht so weit reisen: In ganz Kopenhagen sind die Uferpromenaden innerhalb von 15 Minuten zu erreichen. Die Wasserqualität des Hafens wurde über viele Jahre hinweg so sehr verbessert, dass Besucher heute in drei Hafenbädern der Stadt baden können. Die Qualität des Wassers wird täglich überprüft.

Foto von Nicolai Perjesi, Copenhagen Media Center

TAGESLICHTSTUDIUM

Das Green Lighthouse der Christensen & Co Architects ist Dänemarks erstes öffentliches klimaneutrales Gebäude. Es wurde im Jahre 2009 als Teil der Universität Kopenhagen eröffnet und nutzt das Tageslicht als primäre Lichtquelle. Das Bauwerk verbraucht durch seine Architektur und sein Energiekonzept 70 Prozent weniger Energie, heißt es nach offiziellen Angaben des europäischen Portals für Energieeffizienz in Gebäuden. 

Copyright: The VELUX Group,  Foto von Adam Mørk

LANDLUFT

Zum Durchatmen liegt nicht weit von der Großstadt entfernt die Küstenwiese Vestamager. Umgeben von Grün soweit das Auge reicht, leben hier 1200 Kühe, Hirsche und Pferde, um eine Ausbreitung des Waldes zu verhindern. Die Flächen werden weder gedüngt noch bepflanzt und sind außerdem Lebensraum von Insekten, Kröten, Fröschen, Salamandern und Watvögel. Das Watvogel-Reservat kann von Türmen aus beobachtet werden, der Rest des Gebietes ist für Besucher gesperrt.

Foto von Thomas Høyrup Christensen, Copenhagen Media Center

ÖKOTRIP

Wer das nachhaltige Kopenhagen ausführlich entdecken möchte, bekommt mit Copenhagen Green einen Reiseleiter zu 100 grünen Orten der Stadt. Der Online-Guide zeigt sowohl die bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Angebote Kopenhagens als auch unentdeckte Orte der Umgebung.

Foto von Maria Sattrup, Copenhagen Media Center

COPENHAGEN GOES GREEN

Dem Land Dänemark ist es ein Anliegen, dass auch Besucher die Nachhaltigkeit in den Städten entdecken und fördern. Die App GoGreen Guide macht es einfach, nachhaltige Produkte und Dienstleistungen in ganz Dänemark kennenzulernen. Mit wenigen Klicks finden Touristen nicht nur in und um Kopenhagen herum, Infos zu nachhaltigen Unternehmen und Initiativen. Die App ist im Apple App Store und im Google Play Store kostenlos erhältlich.

Foto von Thomas Høyrup Christensen, Copenhagen Media Center